Spulwürmer
(erstellt am: 17.02.2009 - letzte Änderung:17.02.2009 - aufgerufen: 1534 Mal)
Spulwürmer (Askariden)

Spulwürmer parasitieren im Dünndarm und manchmal sogar im Magen von Reptilien. Sie können sich an den Schleimhäuten festsaugen, und sie zum Teil auch durchbohren. Askariden sind sehr lang (bis zu 17 cm). Auch sie können, wie Oxyuren, Darmverschlüsse und sogar Darmdurchbrüche hervorrufen.

Die Askariden von Schildkröten haben einen direkten Entwicklungszyklus, sie benötigen keinen Zwischenwirt. Es wird vermutet, dass sie während ihrer Entwicklung eine Körperwanderung durchmachen, bei der sich durch die verschiedensten Organe im ganzen Körper bohren, was zu starken Blutungen (bis hin zum Verbluten, wenn große Blutgefäße durchbohrt werden), Entzündungen und Abszessen führen kann. Eindeutig nachgewiesen ist dies allerdings noch nicht. Die Symptome einer an Spulwurmbefall leidenden Schildkröte sind also vielfältig. Bei starkem Befall kann es sogar vorkommen, dass die Würmer sich aus dem Darm in den Magen, die Speiseröhre und schließlich in die Luftröhre hinein „verirren“, was zu Erstickungstod des befallenen Reptils führen kann.

Die Spulwürmer von Echsen und Schlangen haben einen indirekten Entwicklungszyklus: Sie benötigen einen Zwischenwirt (Amphibien oder Nagetiere, z.B. Mäuse). Wird ein infizierter Zwischenwirt gefressen, kann sich das Spulwurmlarvenstadium weiter entwickeln zum erwachsenen Spulwurm. Aber auch Larven aus dem Zwischenwirt, die ihre Entwicklung noch nicht so weit abgeschlossen haben, dass sie im Reptil zum erwachsenen Spulwurm reifen können, sind in der Lage, sich in das Gewebe des Reptils zu bohren und Schaden anzurichten. Der Organismus des Wirtes wird versuchen, diese Stadien einzukapseln.



Sphagnum Moos  Sphagnum Moos  Zahlen bei Reptilien






Terrafun Terraristik Shop

Partner: Leopardgeckos  |  Bartagame