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| Madenwürmer | ||
| (erstellt am: 17.02.2009 - letzte Änderung:17.02.2009 - aufgerufen: 1186 Mal) | ||
| Madenwürmer (Oxyuren, Oxyuriden, Pfriemenschwänze) Oxyuren sind sehr häufig vorkommende Würmer, die vor allem den unteren Darmtrakt von bevorzugt herbivoren Reptilien besiedeln. Sie haben einen direkten Entwicklungszyklus, d.h. sie benötigen für ihre Vermehrung keinen Zwischenwirt. Hinzu kommt, dass die dickschaligen Eier in der Außenwelt sehr lange überleben können. Das Reptil steckt sich ständig bei sich selbst bzw. am eigenen Kot oder Terrarium wieder an. Dadurch können Oxyuren sich explosionsartig vermehren. Bei hoher Wurmbürde kann es zu Kloaken- oder (Hemi)Penisvorfall oder auch Darmverschluss kommen. Durch Nährstoffentzug und auch Fressunlust magern die Tiere ab und können sogar an Mangelkrankheiten erkranken. Selbst Atemwegsprobleme können auftreten, wenn der Darm bei z.B. Schildkröten aufgast und das Lungenvolumen einschränkt. Bei Schildkröten in der Winterruhe können Oxyuren (aber auch andere Würmer) eine tödliche Gefahr darstellen: Die Oxyuren im Darm der ruhenden Schildkröte produzieren weiter Stoffwechselendprodukte (Toxine), die aber nicht mehr ausgeschieden oder von der Schildkröte verstoffwechselt werden können. Die Toxine können die Darmwand passieren und führen zu Vergiftungen. Auch bei Wildtieren kommen Oxyuren vor, allerdings selten mehr als 1.000 bis 2.000 Würmer pro Tier. In Gefangenschaft kann ein einzelnes Tier schon einmal mehr als 60.000 Würmer beherbergen. | ||
| Lungenwürmer | | |
