Kryptosporidien
(erstellt am: 29.03.2010 - letzte Änderung:29.03.2010 - aufgerufen: 727 Mal)
Kryptosporidien sind einzellige Parasiten, die in der Magenschleimhaut von Reptilien, besonders von Schlangen, aber auch von Echsen und Schildkröten, leben. Sie haben einen direkten Entwicklungszyklus, das Reptil steckt sich also bei sich selbst immer wieder an. Der Krankheitsverlauf der befallenen Tiere ist meist chronisch-fortschreitend. Betroffene Tiere magern ab, werden lethargisch, zeigen zum Teil Erbrechen (Schlangen) und Durchfall und können auch sterben.

Das typische, äußerlich sichtbare Krankheitsbild bei Schlangen ist eine Verdickung auf Höhe des Magens, da sich die Magenschleimhaut, in der die Kryptosporidien siedeln, verdickt, und das Erbrechen des Futtertieres nach drei bis vier Tagen bei gleichzeitiger Abmagerung. Besonders unerkannte, keine Anzeichen einer Infektion aufweisende Trägertiere stellen eine Gefahr dar, da sie über eine lange Zeit immer wieder infektionsfähige Oozysten ausscheiden können. Manche Kryptosporidien gelten als Zoonoseerreger, können also unter Umständen auf den Menschen übertragen werden.



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