Amöben
(erstellt am: 29.03.2010 - letzte Änderung:29.03.2010 - aufgerufen: 171 Mal)
Amöbenbefall gilt als eine der häufigsten Ursachen für Reptilientodesfälle durch Parasiten. Besonders für Schlangen sind die Einzeller der Art Entamoeba invadens pathogen (krankmachend), während Schildkröten mit dieser Art meistens gut leben können. Nur bei stark gestressten Schildkröten kann es auch hier zu Krankheitssymptomen kommen.

Schildkröten, die die Infektion überstanden haben, scheiden noch lange Zeit Amöbenzysten aus. Krankheitssymptome sind blutiger, wässriger Durchfall, Dickdarmentzündung oder manchmal auch Abmagerung ohne Durchfall. Pathologisch finden sich kleieartige Beläge der Darmwand, Nekrosen, Blutungen und manchmal auch Amöbenabszesse in der Leber. Da beim Auftreten von Symptomen die Tiere schon sehr stark befallen sind, kommt es immer wieder vor, dass die Therapie nicht greift und die Tiere sterben. Äußerst wichtig ist also die Prävention, damit die Tiere sich erst gar nicht infizieren. Gleichzeitig zur Behandlung gegen die Parasiten, sollte antibiotisch gegen mögliche bakterielle Sekundärinfektionen behandelt werden.

Auch freilebende Amöben kommen als Darmpassanten oder Kommensalen bei Reptilien vor, sie müssen also nicht therapiert werden. Allerdings kann von diesen durchaus eine Zoonosegefahr ausgehen, dass heißt, mit diesen können sich dann auch Menschen infizieren. Entamoeba invadens ist für Menschen nicht gefährlich, da sie bei Temperaturen über 35°C nicht mehr vermehrungsfähig ist. Mikroskopisch können Darmpassanten mit nur einem Zellkern von E. invadens mit vier Zellkernen leicht unterschieden werden.



  Bandwürmer (Cestoden)






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